Nicht jede Herausforderung braucht die gleiche Art von Kampagne. Ob Effizienz, Innovation oder Kultur: Unterschiedliche Themen verlangen unterschiedliche Formate. Genau darum geht es in diesem zweiten Teil unserer Mini-Serie rund um das Thema Kampagnen im Ideenmanagement.

1. Das Ziel bestimmt das Format – nicht umgekehrt

Der häufigste Fehler: Das Kampagnenformat steht fest, bevor das Ziel klar ist. Doch ein Ziel kann sehr unterschiedlich aussehen:

•    Effizienzsteigerung oder Qualitätsverbesserung
•    Neue Produkte, Services oder Geschäftsmodelle
•    Kulturelle Themen wie Zusammenarbeit oder Mindset
•    Konkrete operative Probleme mit klarem Lösungsbedarf

Nicht jede Kampagne dient der Innovation – und nicht jedes Thema braucht maximale Kreativität.
 
Merke:  Je klarer das Ziel, desto leichter fällt die Wahl des passenden Formats. 
 

2. Typische Fehlzuordnungen erkennen – und vermeiden

Viele Kampagnen liefern enttäuschende Ergebnisse, weil Ziel und Format nicht zusammenpassen. Häufige Beispiele:

  • Innovationskampagnen für operative Alltagsprobleme
    → viele Ideen, aber kaum umsetzbare Lösungen
  • Wettbewerbe dort, wo Zusammenarbeit gefragt ist
    → Silodenken statt gemeinsamer Weiterentwicklung / Co-Creation
  • Breites Crowdsourcing, obwohl Expertenwissen nötig wäre
    → hohe Beteiligung, aber wenig Tiefgang

Das Kampagnenformat wirkt immer verstärkend – im besten wie im schlechtesten Fall. 

Merke: Das Kampagnenformat entscheidet darüber, ob Engagement in Wirkung mündet oder in Frust.

 

3. Bewährte Formate gezielt einsetzen 

Je nach Zielsetzung haben sich unterschiedliche Formate bewährt:

  • KVP- / CIP-Kampagnen
    Für kontinuierliche Verbesserung, Effizienz, Qualität & Sicherheit im Alltag
  • Open-Innovation-Kampagnen
    Für neue Perspektiven, frische, strategische Impulse & externes Know-how
  • Crowdsourcing-Kampagnen
    Für breite Ideengenerierung und vielfältige Sichtweisen
  • Innovationswettbewerbe
    Für Fokus, Motivation, Sichtbarkeit und klare Prioritäten
  • Hackathons
    Für Geschwindigkeit, intensive Zusammenarbeit und erste Prototypen

Kein Format ist per se “besser“ – entscheidend ist der Einsatzzweck.

Merke: Kampagnen sind keine Alleskönner – jedes Format hat einen klaren Einsatzzweck.

 

4. Erst entscheiden, dann über Tools sprechen

Statt früh über Software oder Methoden zu sprechen, helfen drei einfache Leitfragen:

  • Was ist das konkrete Ziel der Kampagne?
  • Wer soll teilnehmen – breit oder gezielt?
  • Wie schnell werden Ergebnisse benötigt?
 

Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, kommt meist automatisch zum passenden Kampagnenformat.

Merke: Erfolgreiche Kampagnen beginnen mit Klarheit – nicht mit Technik.

 

Fazit: Die Wahl des Kampagnenformats ist eine strategische Entscheidung

Erfolgreiche Ideenkampagnen sind kein Zufallsprodukt. Sie entstehen dort, wo Ziel, Zielgruppe und Kampagnenformat zusammenpassen. Wer das richtige Format wählt,

•    steigert die Qualität der Ideen,
•    erhöht Beteiligung und Akzeptanz
•    und erzielt messbar mehr Wirkung. 

 Fortsetzung folgt: In Blog #3 geht es darum, wie gutes Follow-up bei Kampagnen aussieht – stay tuned !
 
 

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