Alles Wissenswerte zum Ideenmanagement

 

Umfassender Leitfaden für Verantwortliche im Ideenmanagement, die in ihrem Unternehmen ein systematisches, strategisches und skalierbares Ideenmanagement aufbauen und verankern möchten.

Schon John F. Kennedy wusste: „Niemand weiß so viel wie wir alle zusammen.“ So ist es. In jedem Unternehmen sprudeln Ideen, doch allzu oft versickern sie ungesehen oder ihr volles Potenzial wird nicht genutzt. Dafür gibt es viele Gründe: ineffiziente Prozesse, träge Strukturen, starre Hierarchien oder eine eingefahrene Unternehmenskultur.

Genau hier setzt unser Leitfaden an. Unabhängig davon, ob Sie gerade erst mit dem Ideenmanagement starten oder bereits erfahrener Profi sind: Dieser Guide dient als Kompass, mit dem Sie Ihren Ideenmanagementprozess souverän steuern und als effektives Tool zur Innovationsförderung in Ihrem Unternehmen einsetzen können.

Los geht’s, tauchen wir ein in die Thematik und sehen wir uns die Bestandteile eines erfolgreichen Ideenmanagements im Detail an!

Was ist Ideenmanagement?

Ideenmanagement beschreibt den strukturierten Prozess, Ideen systematisch zu erfassen, zu bewerten und umzusetzen, um Innovation zu fördern und die Effizienz in Unternehmen zu steigern. Hauptziel des Ideenmanagements ist es, das volle kreative Potenzial der Mitarbeiter freizusetzen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dauerhaft zu erhöhen. Dabei werden innovative Ideen erfasst, bewertet und in konkreten Maßnahmen oder Projekten realisiert.

In Unternehmen gibt es jede Menge Ideen. Das eigentliche Problem ist oft der fehlende Prozess: Ideen tauchen zwar überall auf, erreichen aber häufig nicht die richtigen Entscheidungsträger oder gehen im Tagesgeschäft unter, da neue Impulse nicht immer die notwendige Aufmerksamkeit erhalten. Genau deshalb gibt es das Ideenmanagement.

Ideenmanagement vs. BVW und KVP: Differenzierung und Besonderheiten in Deutschland 

 

Ideenmanagement

Beim Ideenmanagement geht es darum, geeignete Ideen für Verbesserungen und Neuerungen zu finden, zu sammeln und auszuwählen. Zeitgemäßes Ideenmanagement kombiniert meist das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) mit dem Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). Hier gilt die Regel: Ideenmanagement = BVW + KVP. Die Begriffe unterscheiden sich wie folgt:

  • Betriebliches Vorschlagswesen (BVW) konzentriert sich auf die spontane Ideenfindung und einen bestimmten Bearbeitungsablauf (z. B. zentrale, dezentrale)
  • Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) bezeichnet die gelenkte und stete Ideenfindung im Team bzw. in moderierten Gruppen

 

Betriebliches Vorschlagswesen (BVW)

Das klassische betriebliche Vorschlagswesen (BVW) zielt darauf ab, das Ideenpotenzial aller Beschäftigten in einer Organisation zu nutzen. Sie können Verbesserungsvorschläge einreichen und erhalten oft einen Teil der dadurch erzielten Einsparungen als Prämie. Das BVW hat eine lange Tradition und unterliegt in Deutschland meist einer Betriebsvereinbarung, die je nach Unternehmen sehr unterschiedlich ausfällt.

Als erstes Industrieunternehmen der Welt sicherte der Pharmakonzern Merck in Darmstadt seinen Mitarbeitern bereits 1853 eine Prämie zu für Ideen. In einem alten Arbeitsvertrag aus diesem Jahr ist vermerkt: „…besondere Verbesserungen, vom Arbeiter angeregt, werden ihm besonders belohnt.“ In vielen Unternehmen wird das BVW aktuell modernisiert oder es wird eine “Light“-Version bei Auslandstöchtern eingesetzt.

 

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)

Unter “Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ (KVP) versteht man im weiteren Sinne einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, in dem die Qualität von Produkten und Prozessen in stetigen kleinen Schritten unter Beteiligung aller Mitarbeitenden optimiert wird. Und im engeren Sinne ein partizipatives Optimierungsverfahren, bei dem in moderierten Teams systematisch Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet werden.

KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

 

Was ist der Unterschied zwischen Ideenmanagement und Innovationsmanagement?

Ideenmanagement und Innovationsmanagement sind verwandte Konzepte zur Förderung von unternehmerischer Kreativität und werden oft synonym verwendet. Es gibt aber Unterschiede.

Ideenmanagement konzentriert sich primär auf das Sammeln und Umsetzen von Ideen aller Mitarbeiter zur Verbesserung unternehmensinterner Praktiken und Prozesse. Es dient dazu, etwas Bestehendes zu verbessern und dazu das kreative Potenzial der gesamten Belegschaft zu nutzen.

Innovationsmanagement verfolgt einen breiteren Ansatz. Es ist in der Regel ein komplettes Ökosystem für strategisches Wachstum, das neben dem Sammeln von Ideen z.B. auch Trend Scouting, Strategic Foresight und Innovation Partnering umfasst. Hauptziel ist die strategische Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen und ihr Erfolg am Markt. Hier werden gezielt Ideen für Neues gesucht und entwickelt. In der Regel ist nur ein Teil der Belegschaft involviert, manchmal aber auch Kunden, Partner und sogar die Öffentlichkeit (z.B. im Rahmen von Open Innovation).

Unternehmen mit einem modernen Ideenmanagement geht es übergreifend um eine aktiv gelebte Verbesserungskultur. Sie kombinieren das Ideenmanagement deshalb gerne mit anderen angrenzenden Verbesserungsinitiativen (z.B. KVP/Kaizen, Lean Management) – und zunehmend auch mit dem Innovationsmanagement. Ihr Credo: Am Anfang steht die Idee, nicht ihr Ursprung.

Interessanterweise zeigt auch die Ideenmanagementstudie 2023, dass Organisationen, die ihr Ideenmanagement mit dem Innovationsmanagement koppeln, besser dastehen – und zwar sowohl bei den monetären Kennzahlen und Durchlaufzeiten als auch bei der Beteiligungsquote.

Was ist der Unterschied zwischen Ideenmanagement und Ideenfindung (Ideation)?

Ideenmanagement und Ideenfindung bzw. Ideation sind Begriffe, die im Kontext von kreativem Denken, Innovation und Unternehmensentwicklung auftauchen. Im Innovationsmanagement werden beide Begriffe oft synonym verwendet. Eine klare Abgrenzung ist hier wichtig.

Ideenmanagement beschreibt wie bereits gesagt den Prozess der systematischen Verwaltung und Organisation von Ideen im Unternehmen. Dabei handelt es sich um den strukturierten Ansatz zur Erfassung, Bewertung, Auswahl und Integration von Ideen in die relevanten Geschäftsprozesse.

Ideation (engl. für “Ideenfindung“) bezieht sich dagegen in der Regel nur auf den kreativen Prozess der Ideenfindung. Im Innovationsmanagement wird der Begriff oft weiter gefasst und umfasst auch die darauffolgenden Prozessschritte der gezielten Verfeinerung von Ideen, um daraus konkrete Konzepte zu formen: Ideen werden in Detailarbeit ausgearbeitet, um ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und ihr Potenzial für Innovationen optimal auszuschöpfen.

Best-Practice-Management (BPM) und Best Practice Sharing (BPS) im Kontext des Ideenmanagements

Beim Best-Practice-Management bzw. Best Practice Sharing geht es darum, gute lokale Umsetzungen für Ideen und Verbesserungen zu finden und dem gesamten Unternehmen zur Verfügung zu stellen, so dass sich der Nutzen potenziert.

Im Kontext des Ideenmanagements werden beide Begriffe oft synonym verwendet. Letztlich zielen eben sowohl BPM als auch BPS darauf ab, Erfolgsmethoden bzw. bewährte Praktiken – eben Best Practices – im Unternehmen zu erkennen und gezielt mehrfach zu nutzen.

  • Best-Practice-Management (BPM): BPM konzentriert sich dabei meist auf die systematische Identifizierung, Dokumentation und Umsetzung von Best Practices innerhalb eines Unternehmens. Es bezieht sich also i.d.R. auf den Prozess, Best Practices intern zu entwickeln und zu fördern. Dazu werden Best-Practice-Vorschläge von Experten, der Crowd und “Praktikern“ bewertet.
  • Best Practice Sharing (BPS): Beim BPS liegt der Fokus auf dem Austausch von Best Practices zwischen verschiedenen Abteilungen bzw. Teams (oder auch verschiedenen Unternehmen). Hier geht es also primär um Aspekte des Teilens bewährter Erfolgsmethoden bzw. um den Wissensaustausch.

Wie der Austausch von Best Practices in der Praxis funktioniert, zeigt die preisgekrönte Kampagne von VDM Metals zum Thema Arbeitssicherheit.

Ideenkampagne von VDM Metals

 

Was ist eine Ideenkampagne?

Kampagnen im Ideenmanagement zielen darauf ab, die richtigen Ideen zur richtigen Zeit zu finden. Sie konzentrieren sich auf ein präzises, sorgfältig formuliertes Thema, sind zeitlich begrenzt (i.d.R. zwischen zwei bis vier Wochen) und ermöglichen strukturierte Ideengenerierung, sowohl mit kleinen als auch großen Teilnehmergruppen. Im Kampagnenverlauf wird die Zielgruppe durch wiederholte Erinnerungen zur Ideeneinreichung und Zusammenarbeit ermutigt. Die zeitliche Begrenzung und der Fokus auf meist strategische Themen erzeugt ein Gefühl der Dringlichkeit, was zu mehr Ideeneinreichungen führt.

Von Gerretsheimer bis Continental: Lesen Sie hier, was Kampagnen erfolgreich macht.

Im Kontext des Ideenmanagements gibt es verschiedene Arten von Ideenkampagnen:

 

KVP-Kampagne

Das Ziel einer KVP-Kampagne besteht darin, gezielt Herausforderungen oder konkrete Probleme am Arbeitsplatz zu identifizieren und dafür Lösungen zu finden. Oft steht dabei die Qualität im Mittelpunkt. Wie der Name bereits andeutet, fördert diese Form der Ideenkampagne eine Kultur der “kontinuierlichen Verbesserung“ (KVP). Die Folge: ein effizienterer Betriebsablauf, etwa durch Einführung kostensparender, optimierter Arbeitsprozesse oder innovativer Vertriebsstrategien.

Das Ideenmanagement bei Merck nutzt dies beispielsweise konsequent und hocheffizient: Allein in Deutschland sparten Ideen, die Merck im Rahmen einer KVP-Kampagne entwickelte, in nur einem Jahr 7,5 Millionen Euro ein.

 

Open Innovation-Kampagne

Bei einer Open Innovation-Kampagne laden Sie externe Stakeholder wie Kunden, Lieferanten, Partnerfirmen, Startups, Studenten oder sogar die breite Öffentlichkeit ein, Ideen beizutragen. Durch das Anzapfen externer Quellen erhalten Sie frische Impulse und unkonventionelle Lösungsansätze, die das Wissen und die Kreativität einer breiten Community nutzen. Der Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Personen, die spezielles Fachwissen besitzen.

Wie sich erfolgreich Open Innovation-Kampagnen aufbauen lassen, zeigt ein prominentes Beispiel von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

 

Crowdsourcing-Kampagne

Die Crowdsourcing-Kampagne (als spezielle Form von Open Innovation) verfolgt meist einen noch breiteren Ansatz: Sie nutzt die kollektive Intelligenz einer großen Gruppe von Menschen (der “Crowd“), um kreative Ideen oder Lösungen für bestimmte Herausforderungen zu generieren (engl. “source“). Die Stärke einer Crowdsourcing-Kampagne liegt in der Vielfalt der Perspektiven und Impulse, die durch die Teilnahme einer breiten Masse von Menschen gewonnen werden können. Sie müssen nicht unbedingt Experten sein auf einem bestimmten Gebiet

Hier lesen Sie, wie tolle Ideen in Crowdsourcing-Kampagnen entstehen: Best Practice von Liebherr.

 

Innovationswettbewerb

Bei Innovationswettbewerben stehen gezielte Innovation sowie Wettbewerbsaspekte wie Bewertungen und Belohnungen im Vordergrund. Hier konkurrieren Individuen oder Teams um Preise oder Anerkennung, indem sie innovative Ideen oder Lösungen einreichen zu einem bestimmten Problem (z.B. ein Effizienzproblem am Fließband), um kollektive Erkenntnisse und unterschiedliche Meinungen zu sammeln – oder auch, um ein strategisches Unternehmensziel zu erreichen. Die besten Ideen werden belohnt und umgesetzt.

Weiterführende Details zu Wettbewerben finden Sie in diesem Blogbeitrag.

 

Hackathons

Kombinieren Sie "Hack" und "Marathon“ – und schon haben Sie eine der beliebtesten und stärksten Problemlösungstechniken der letzten Jahrzehnte. Der Hackathon, eine in der Entwicklerszene entstandene Wortkreation, ist eigentlich ein kollaboratives Event zur Software- und Hardwareentwicklung. Heute wird er oft auch breiter eingesetzt – mit dem Ziel, gemeinsam innerhalb kurzer Zeit nützliche, kreative Lösungen für vorhandene Probleme zu finden. Speziell im Innovationsmanagement ist diese Methode sehr beliebt.

Hier erfahren Sie, wie ein erfolgreicher Hackathon aussehen kann: Hackathon TousContreCorona in Togo.

Warum ist Ideenmanagement wichtig?

Ideenmanagement ist in unserer volatilen VUCA-Welt ein unverzichtbares Instrument für den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen.

Beteiligt und motiviert die Belegschaft

Ideenmanagement ermutigt Mitarbeitende, kreative Lösungen für Herausforderungen und Probleme zu finden und einzubringen. Die aktive Einbeziehung der gesamten Belegschaft in den Ideenprozess hat wichtige innerbetriebliche Effekte: Klar, Beschäftigte, die sich gehört und wertgeschätzt fühlen, sind kreativer, motivierter und engagierter. Ein Arbeitsumfeld und eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung, die Ideen fördert und offene Kommunikation lebt, stärken auch das Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Führungsebene sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Zufriedenheit im gesamten Unternehmen.

Steigert die Effizienz und spart Kosten

Neue Ideen und Technologien sind natürlich in erster Linie ein wichtiger Innovationstreiber und entscheidend für das künftige Wachstum und den Erfolg jeder Organisation. Ideenmanagement ermöglicht es, kreative und werthaltige Ideen in die Tat umzusetzen, wodurch Arbeitsabläufe optimiert und die innerbetriebliche Effizienz und Produktivität gesteigert werden. Das spart Kosten, da auch Verschwendung reduziert und Ressourcen optimal genutzt werden. On top trägt Ideenmanagement dazu bei, frühzeitig Probleme im Unternehmen zu erkennen und proaktiv Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen, was die Arbeitssicherheit erhöht.

Sichert Wettbewerbsvorsprung und nachhaltigen Erfolg

Unternehmen, die kontinuierlich innovative Ideen umsetzen, können sich erfolgreich vom der Konkurrenz abheben und Wettbewerbsvorteile verschaffen. Das sichert Arbeitsplätze und sorgt für Stabilität. Ideenmanagement ist somit entscheidend, um langfristige strategische Ziele zu umzusetzen und nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten. On top ermöglicht Ideenmanagement, die sich ständig ändernden Kundenwünsche besser zu verstehen und die eigenen Produkte oder Services entsprechend anzupassen und zu optimieren, um Kunden noch glücklicher zu machen.

Sie sehen: Ideenmanagement ist ein vielseitiges Werkzeug, das die Basis schafft für nachhaltigen Erfolg. Wer Ideenmanagement als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie nutzt, ist besser gerüstet für die Herausforderungen der sich ständig wandelnden Geschäftswelt.

Jetzt schauen wir uns mal den Ideenmanagementprozess im Detail an.

 

Kollaboration im Ideenmanaaement

Wie sieht der Ideenmanagementprozess aus?

Die grundlegenden Schritte im Ideenmanagementprozess dienen wie erwähnt dazu, die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens zu steigern und die Beteiligung der Belegschaft an kontinuierlichen Verbesserungen zu fördern. Die damit verbundenen Prozesse und Workflows hängen sehr vom jeweiligen Unternehmen ab – sie müssen also flexibel sein und anpassbar, z.B. an unterschiedliche Prämienmodelle, Betriebsvereinbarungen und Prozessvarianten. Ideenmanagementsoftware unterstützt Sie dabei, diese Prozesse passgenau in Ihrem Unternehmen zu integrieren. Das sind die einzelnen Schritte:

Schritt 1: Zielsetzung

Wie bei jeder anderen Initiative in Ihrem Unternehmen beginnt auch im Ideenmanagement alles mit der Festlegung von klaren Zielen. Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis darüber haben, was Sie erreichen möchten und dass alle hinter diesen Zielen stehen.

Schritt 2: Ideengenerierung

Ideengenerierung oder auch Ideenfindung beschreibt den kreativen Prozess, innovative Lösungen für definierte Ziele und Probleme zu finden. Beide Begriffe beziehen sich also auf die frühe Phase im Prozess.

Als Ergänzung zur etablierten spontanen Ideeneingabe eignen sich laut Studie 2023 vor allem gezielte Dialogformate wie Ideen-Workshops, Ideen-Sprints und Ideenkampagnen für die Ideenfindung.

Schritt 3: Diskussion

Hier werden die Ideen geprüft und bewertet. Häufig sind das die Mitarbeiter selbst, die im Team die Ideen anderer diskutieren und Feedback geben, z.B. in Form von Likes, Votings und Kommentaren. Eine aktive "Ideen-Community" sorgt dafür, dass Ideen mit verschiedensten Sichtweisen und Zusatzinformationen inhaltlich weiter angereichert werden. So werden Ideen werthaltiger – und schneller entscheidungsreif.

Wie sich das erfolgreich in Unternehmen umsetzen lässt, zeigt das Best Practice von Generali Deutschland.

Schritt 4: Bewertung

In dieser Phase werden Ideen anhand vorher festgelegter Kriterien und Bewertungsmethoden von fachlich versierten Beschäftigten bzw. Experten bewertet (z.B. mittels Expertengutachten). Ziel ist, so die vielversprechendsten Ideen herauszufiltern und Ressourcen effizienter einzusetzen.


Diese vier klassischen Modelle zur Bewertung von Ideen im Ideenmanagement/BVW sollten Sie kennen:

  • Zentrales Modell: Das älteste Modell. Hier gibt es den Beauftragten, Gutachter und eine Kommission. Alle Vorschläge werden zentral vom IDM-Beauftragten bearbeitet und von der Kommission entschieden.  
  • Vorgesetztenmodell: Ein Neuansatz. Hier kann der Vorgesetzte der Ideeneinreicher selbst Ideen bewerten, darüber entscheiden und direkt umsetzen (weil man davon ausgeht, dass die meisten Ideen aus seinem Arbeitsbereich stammen). Nur bei Kompetenzüberschreitung werden Ideen zentral bearbeitet.

  • Teammodell: Relativ junge Entwicklung. Hier werden Verbesserungsvorschläge direkt in der Abteilung/im Team besprochen, in der sie eingereicht werden.

  • Misch-/Hybridmodell: Meist ein Mix aus zentralem Modell & Teammodell oder Vorgesetztenmodell. Hier können Ideen sowohl zentral als auch dezentral bearbeitet und entschieden werden, je nach Unternehmen.

 

Schritt 5: Entscheidung

Hier wird final über die Idee entschieden – Annahme oder Ablehnung – und im Regelfall werden die besten Ideen ausgewählt und prämiert. Die Entscheidung kann per Abstimmung, ein Expertengremium oder eine Kombination verschiedener Auswahlverfahren erfolgen, oft auch schon mit Umsetzungsempfehlungen.

Schritt 6: Umsetzung

In dieser Phase steuern die brillantesten Ideen auf ihre Umsetzung zu. Zu klären ist, welches Ziel mit der Realisierung der Idee erreicht werden soll und bis wann. Im nächsten Schritt wird definiert, welche Ressourcen, welches Budget und wie viel Zeit dafür erforderlich sind. Je nach Idee gibt es diverse Methoden, um neue Projekte anzugehen, z.B. kleinere Pilotprojekte oder Quick Wins, die wenig Ressourcen erfordern und sich in einem Zug umsetzen lassen.

Schritt 7: Prämierung 

Prämien motivieren zur Teilnahme am Ideenmanagement und belohnen wertvolle Ideen. Neben klassischen Prämienmodellen, die auf äußere Anreize (extrinsische Motivation) setzen (z.B. Geld, Sachwerte), halten zunehmend moderne Alternativen Einzug, die auf persönliche Anerkennung abzielen (intrinsische Motivation) und den Mitarbeiterbedürfnissen besser entsprechen (z.B. Sonderaktionen, Teamprämien, Events). Für integrative Organisationen empfehlen sich umfassendere Anreize als die reine "Prämie pro Idee".

Laut Ideenmanagementstudie 2023 setzt allerdings die große Mehrheit der Organisationen (86%) noch auf Prämien. Über 80% arbeiten mit objektbezogenen Geldprämien (d. h. der Nutzen einer Idee wird prämiert).

Erfolgsfaktoren im Ideenmanagementprozess

Alle nachhaltig erfolgreichen Ideenmanagementinitiativen haben eine gemeinsame Basis: Menschen, Prozesse und Technologie. Zuallererst braucht Ihr Programm aber eine klare, strategische Ausrichtung. Greifen Sie zentrale Herausforderungen und Themen auf, die für den Erfolg Ihres Unternehmens wichtig sind, holen Sie Ihre Community viel leichter an Bord. Verfolgen Sie klare Ziele und kommunizieren Sie diese transparent, können Sie viele großartige Ideen sammeln. Und technische Unterstützung durch passgenaue Software sorgt zudem dafür, dass Sie den gesamten Prozess effizienter, transparenter und optimal trackbar gestalten können.

Erfolgsfaktoren im Ideenmanagement

Abb. 1: Erfolgsfaktoren im Ideenmanagement (Quelle: Ideenmanagement-Studie 2023, HYPE)

Die Ideenmanagement-Studie 2023 hat die wichtigsten Erfolgsfaktoren im Ideenmanagement analysiert.

Ziele & Zielvereinbarungen

Ziele und Zielvereinbarungen sollten in einem Ideen-“Management“ selbstverständlich sein. Denn Management definiert sich im Allgemeinen als Planung, Organisation, Führung und Kontrolle in einer Organisation, die bestimmte Ziele erreichen will.

Der Studie zufolge haben Organisationen mit klar formulierten Zielen im Ideenmanagement eindeutig Vorteile: Sie entscheiden deutlich schneller, setzen mehr Ideen schneller um, erzielen höhere Beteiligungsquoten und sind vergleichsweise jung.

Einsatz von Dialogformaten

Das Ideenmanagement kann vom verstärkten Einsatz zielgerichteter Dialogformate – beispielsweise Ideation-Workshops, Ideen-Sprints und Ideenkampagnen – als Ergänzung zur etablierten spontanen Einreichung von Ideen profitieren. Dialogformate zeichnen sich insbesondere durch einen direkten und persönlichen Austausch aller Beteiligten sowie einen klaren Zielbezug für die Ideengenerierung aus.

Die Studie 2023 hat herausgefunden: Mit einer intensiveren Nutzung von Dialogformaten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen einen höheren monetären Nutzen erzielen und mehr Beteiligung am Ideenmanagement erreichen.

Management-Support

Managementsupport kann das Ideenmanagement enorm beflügeln. Es gibt eindeutig positive Effekte zwischen der Unterstützung durch das Management und der Beteiligungsquote sowie dem berechenbaren Nutzen pro Mitarbeiter und Jahr – und zwar unabhängig davon, ob es sich um das Topmanagement oder mittlere Management handelt. Führungskräfte können diese Faktoren offenbar direkt beeinflussen.

Marketing

Auch verstärktes Marketing hat nachweislich positive Auswirkungen auf das Ideenmanagement: Es gibt klare Verbindungen zwischen intensiveren Marketingaktivitäten, einer erhöhten Mitarbeiterbeteiligung und messbaren Kosteneinsparungen pro Mitarbeiter.

Tipp: Um den Erfolg der gewählten Marketingaktivitäten Maßnahmen sicherzustellen, empfiehlt sich eine gezielte Analyse und Ansprache der Zielgruppen sowie die Integration des Topmanagements.

Handlungsempfehlungen

  • Analysieren Sie Ihre Zielgruppen
  • Unterteilen Sie Ihre Zielgruppe in kleinere, möglichst homogene Teilgruppen
  • Stellen Sie heraus, welche Bedürfnisse Ihre Zielgruppe und die Teilgruppen haben und nutzen Sie diese Bedürfnisse für Ihre Werbeaktionen
  • Stellen Sie den Nutzen Ihres Ideenmanagements für die Zielgruppe heraus
  • Entwickeln Sie eine Ansprache, die den Nutzen kommuniziert
  • Achten Sie darauf, dass die Werbung von der Zielgruppe wahrgenommen wird/werden kann
  • Planen Sie ein Budget für Werbemaßnahmen ein
  • Gestalten Sie Ihre Marketingaktivitäten abwechslungsreich
  • Wiederholen Sie eine Werbeansprache nur so lange, wie diese Aufmerksamkeit erregt
  • Gestalten Sie Ihre Werbemaßnahmen speziell für die Teilgruppen
  • Definieren Sie Marketingziele und messen Sie deren Erreichung
  • Beziehen Sie das Topmanagement in Ihre Marketingaktivitäten ein

Ideenmanager als Prozess- und Methodencoach

Die Rolle des Ideenmanagers wandelt sich zunehmend von einer administrativen Funktion hin zu einer aktiven Prozess- und Methodenberatung. Ein Ideenmanager, der als Prozess- und Methodencoach agiert, konzentriert sich darauf, die Prozessbeteiligten durch effektive Methoden zu unterstützen, um so bessere Ergebnisse und eine veränderte Wahrnehmung des Ideenmanagements zu erreichen. Weil er meist über vielfältige Fähigkeiten in Ideengenerierung, Moderation, Konfliktlösung und Kreativitätstechniken verfügt, wird das Ideenmanagement zunehmend zu einer Servicefunktion.

Merke: Nehmen Ideenmanager ihre Aufgaben verstärkt als Prozess- und Methodencoaches wahr, erzielen Organisationen auch insgesamt bessere Ergebnisse.

Prozessflexibilität

Organisationen, die das Ideenmanagement mit anderen Prozessen integrieren – etwa mit dem KVP oder Innovationsmanagement – gehen neue Wege und weichen ab von starren, für alle Ideen nahezu gleichen Abläufen. Organisationen mit flexiblen Prozessansätzen im Ideenmanagement sind deutlich effizienter als Organisationen mit eher starren Prozessen.

Prozessflexibilität zahlt offensichtlich mit deutlich geringeren Durchlaufzeiten bis zur Entscheidung sowie höheren Beteiligungs- und Realisierungsquoten auf die Effizienz des Ideenmanagements ein.

Profitcenter-Ansatz

Wird das Ideenmanagement als Profitcenter aufgesetzt, dann agiert es wie ein eigenes kleines Unternehmen innerhalb der Organisation. Vereinfacht gesagt werden dabei alle Kosten und Einsparungen, die das Ideenmanagement produziert, dem Profitcenter zugeschrieben. Die Intention dahinter: Leistet es einen positiven Beitrag zum Unternehmensergebnis oder nicht?

Das Profitcenter scheint laut Ideenmanagement-Studie 2023 ein vielversprechender Ansatz zu sein für ein effizientes Ideenmanagement mit schnellen Entscheidungswegen und hohen Realisierungsquoten.

Wertschätzung

Ein wertschätzender Umgang mit allen Beteiligten – insbesondere mit Ideengebern und Gutachtern bzw. Experten sowie untereinander – gilt in der Praxis als Schlüsselfaktor für ein erfolgreiches Ideenmanagement.

Neuesten Erkenntnissen zufolge besteht in einem Ideenmanagement mit stark ausgeprägter Wertschätzung ein deutlich positiver Zusammenhang zu der Beteiligungsquote und dem berechenbaren Nutzen pro Mitarbeiter und Jahr.

Change-Management-Aktivitäten und kulturverändernde Maßnahmen

Auch eine gegenüber neuen Ideen, Methoden und Ansätzen aufgeschlossene Unternehmenskultur ebnet den Weg für ein erfolgreiches Ideenmanagement. Begleitende Change-Management-Aktivitäten zur Förderung einer wertschätzenden Ideenkultur – etwa bei der Neueinführung oder beim Relaunch von Ideenmanagement-Systemen – führen ganz offensichtlich zu besseren Ergebnissen im Ideenmanagement.

Organisationen, die das Ideenmanagement verstärkt mittels Change-Management unterstützen, entscheiden schneller, motivieren mehr Beschäftigte zur Beteiligung am Ideenmanagement und erzielen einen deutlich höheren monetären Nutzen pro realisierte Idee.

Aber Vorsicht: Kulturwandel ist ein Marathon und kein Sprint – bei Change-Aktivitäten benötigen Sie einen langen Atem!

Unterstützung durch die Arbeitnehmervertretung

Das Ideenmanagement ist aufgrund seines im Betriebsverfassungsgesetz verankerten Auftrags als Instrument zur Mitarbeitermitbestimmung eigentlich eine Kerndomäne der Arbeitnehmervertretung bzw. des Betriebsrats,. Die Einflussnahme der Arbeitnehmervertretungen wird in der Praxis jedoch oft negativ wahrgenommen, speziell im Rahmen von Verhandlungen über neue Betriebsvereinbarungen.

Neuesten Erkenntnissen zufolge ist der berechenbare Nutzen pro Mitarbeiter und Jahr bei Organisationen mit guter Unterstützung durch die Arbeitnehmervertretung offensichtlich deutlich größer.


Exkurs: Mitbestimmung im Ideenmanagement 

  • Im Betrieblichen Vorschlagswesen (BVW) ist die Mitbestimmung gesetzlich vorgeschrieben (gemäß Betriebsverfassungsgesetz): Der Betriebsrat hat hier Mitspracherecht bei den allgemeinen Grundsätzen des BVW-Prozesses, nicht aber bei Entscheidungen über die Umsetzung von Vorschlägen oder Prämienhöhen.
  • Im Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) hat der Betriebsrat Mitspracherecht bei Gruppenarbeit und Leistungszulagen.
  • Bei der Nutzung des Ideenmanagements zur Förderung des Arbeits- und Umweltschutzes gelten bestimmte Mitbestimmungsrechte für den Betriebsrat, wenn der Arbeitsschutzausschuss involviert ist, aber sie sind nicht zwingend.
  • Die Wahl eines Betriebsrats in Deutschland ist nicht verpflichtend, und es gibt unterschiedliche Ansätze, besonders in Kirchen und im öffentlichen Sektor.

Softwareunterstützung

Softwareunterstützung spielt eine zentrale Rolle im Ideenmanagement, da sie den gesamten Prozess effizienter, transparenter und besser verfolgbar gestaltet. Ideenmanagementsoftware unterstützt Organisationen dabei, die kreativen Ideen der Mitarbeitenden in digitaler Form zu erfassen, zu bewerten, umzusetzen und zu verfolgen. Sie fördert Innovation und spart Kosten.

Irrtümlicherweise wird die Einführung einer neuen Ideenmanagementsoftware in der Praxis oft mit der Einführung eines neuen Ideenmanagements gleichgesetzt. Hier gilt: Software ist zweifelsohne ein mächtiges Werkzeug, aber kein Allheilmittel. Ohne die richtige Kultur oder Struktur wird auch die fortschrittlichste Software nicht zu effektivem Ideenmanagement führen.

Die Studie 2023 unterstreicht diesen Punkt: Für Organisationen mit vielen Ideen ist heute eine optimale Softwareunterstützung als Werkzeug zur Verwaltung und Bearbeitung von Ideen unerlässlich. Software allein ist aber kein Erfolgsgarant – entscheidend sind vielmehr die Akzeptanz und Integration in die Organisation.

Weitere Details zum Thema finden Sie hier: Tools und Plattformen für das Ideenmanagement

Tools im Ideenmanagement

Wie erfolgt die Erfolgsmessung im Ideenmanagement?

Erfolgsmessung im Ideenmanagement ist entscheidend, um die Ergebnisse und Erfolge Ihres Ideenmanagements zu bewerten und sicherzustellen, dass Sie Ihre gewünschten Ziele erreichen.

Kennzahlen (KPIs)

Dezidierte Kennzahlen (KPIs) helfen dabei, Potenziale zu erkennen und den Prozess kontinuierlich zu verbessern. Wird das Ideenmanagement als Instrument zur Kosteneinsparung eingesetzt, lässt sich der Erfolg anhand monetärer Kennzahlen (z.B. berechenbarer Nutzen, ROI) messen. Fungiert es als Change-Management-Instrument, stehen eher Beteiligungs- und Umsetzungsquoten im Fokus. Typische KPIs im Ideenmanagement sind v.a.:

  • Ideenquote: Anzahl eingereichter Ideen (%) / Anzahl der berechtigten Teilnehmer (%)
  • Beteiligungsquote: Belegschaft, die sich freiwillig am Ideenmanagement beteiligt hat (%)
  • Umsetzungsquote: Anteil der umgesetzten Ideen / eingereichte Ideen (%)
  • Bearbeitungszeit: Durchschnittliche Zeit von der Idee bis zur Beurteilung
  • Implementierungszeit: Durchschnittliche Zeit von Einreichung bis zur Umsetzung
  • Rohertrag: Summe der positiven Effekte (Umsatzzuwachs oder Einsparungen)
  • Kosten: Kosten für Beurteilung, Umsetzung, Verwaltung, Werbung, Prämien
  • Marge: Rohertrag – Kosten
  • Erstjahresnutzen: Rohertrag der Ideen im ersten Jahr nach Umsetzung
  • Nutzen des Ideenmanagements: % Rohertrag / Umsatz oder Gesamtkosten
  • Prämienquote: Prämien / Erstjahresnutzen (%)

Bewährte Methoden

Professionelle Ideenmanagementsoftware bietet verschiedene bewährte Instrumente und Methoden zur Auswertung und visuellen Darstellung wichtiger Messwerte und Kennzahlen, mit denen sich der Verlauf und Erfolg Ihres Ideenmanagements jederzeit tracken lässt.

Mit Tabellen und Charts bzw. Diagrammen können beispielsweise Parameter individuell angepasst und Daten bis zur zugrundeliegenden Idee aufgeschlüsselt werden (Cell-Drill-Down).

KPI Wizard bzw. Kennzahlen-Cockpits ermöglichen jederzeit eine schnelle und einfache Erstellung individueller Berichte und Auswertungen. Neben Standardauswertungen wie Ideenprozess-Kennzahlen und individuellen BU-Zielwerten bieten sie die Möglichkeit, persönliche Kennzahlen zu verfolgen, zu exportieren und mit anderen zu teilen.

Ein bewährtes (Change-)Management-Tool ist die Balanced Scorecard (BSC). Sie misst strategische Leistung anhand verschiedener Perspektiven, wie Finanzen und Kundenorientierung, und bezieht Kennzahlen wie Innovationseffizienz, Ideenqualität und Kundenzufriedenheit mit ein.

Neue Ansätze

Ein fortschrittlicher Ansatz ist die normierte Nutzenberechnung, die speziell im Kontext integrativer Modelle (d.h. Kopplung des Ideenmanagements mit anderen Verbesserungsinitiativen, z.B. KVP/Kaizen; Innovationsmanagement) bei der Bewertung von Ideen helfen kann. Hier sorgen abstrakte bzw. normierte Nutzeneinheiten mit Punktevergabe dafür, dass sich die konkrete Nutzenstiftung einer Idee im Hinblick auf Unternehmensziele und -strategie leicht ablesen lassen. Das vereinfacht die Vergleichbarkeit und Steuerung verschiedener Ideentypen erheblich.

Wie sich mithilfe cleverer Ideenmanagementsoftware, integrierten KPI-Reports und umfassenden Prüfungsprozessen die Anzahl rechenbarer Ideen um 76% steigern lässt, lesen Sie hier: Osram

Tools und Plattformen für das Ideenmanagement

Effektives Ideenmanagement bietet jedem Unternehmen enorme Vorteile im Hinblick auf Innovation, Kosteneinsparungen und Mitarbeiterengagement. Der Verwaltungsaufwand, Mitarbeiterideen effektiv zu verwalten und umzusetzen, kann jedoch sehr hoch sein. Hier kommen spezielle Softwarelösungen ins Spiel.

Spezifische Lösungen je nach Bedarf

In kleinen Unternehmen (KMU) und größeren Organisationen mit wenigen Ideen genügt oft ein einfaches Tabellenkalkulationsprogramm. Große, multinationale Organisationen (z.T. mit mehreren Standorten; Betriebsvereinbarungen) benötigen hingegen spezifische Software für ihr Ideenmanagement – ob als Eigenentwicklung oder flexibel angepasste Standardsoftware.

Ideal für den Einstieg sind übrigens offene Online-Schulungen, in denen Sie gemeinsam mit anderen Kunden in kleinen Gruppen den Umgang mit der Software erlernen und vertiefen können. Die Schulungen umfassen meist Kampagnen-, Mandanten- und Plattformadministration.


Moderne Kollaborations- und Kreativitätstools

Moderne Kollaborations- und Social Software-Tools sind spätestens seit Corona stark im Trend, denn sie fördern die kreative Zusammenarbeit und den schnellen Wissens- und Ideenaustausch im Team. Laut einer Studie der FOM Hochschule setzen gut ein Drittel der Unternehmen, die ein eigenes Ideenmanagement betreiben, kollaborative Web-Werkzeuge ein.

Neben Kollaborationstools für die kreative Ideenentwicklung und Diskussion gibt es auch die aus den sozialen Netzwerken bekannten Bewertungs- und Voting-Tools wie Likes oder Sternchen. Ebenfalls angesagt: Online-Abstimmungen per Punktesystem. Jeder User kann Punkte vergeben; die Idee mit den meisten Punkten wird dann priorisiert umgesetzt. Und das zahlt sich aus: Im Team entwickelte Ideen werden der Studie zufolge 13 Mal schneller umgesetzt.


 

Zentrale Softwarefeatures

Viele Organisationen suchen eine All-in-One-Plattform für Ideenmanagement, die den gesamten Prozess systematisch steuert – von der Ideengenerierung bis zur Bewertung und Prämierung.

Spezialisierte Software automatisiert Abläufe und passt sich Ihren Anforderungen flexibel an. Wichtige Features sollten u.a. sein:

  • Ideenerfassung: Intuitiv und über diverse Kanäle
  • Kollaboration: Teilen von Ideen, Kommentare, Votings und mehr
  • Bewertung: Flexible Bewertungsmodelle
  • Workflow-Management: Benutzerdefinierte, automatisierte Prozesse
  • Erfolgsmessung: Realtime-Überblick über Fortschritte und Erfolge

Unübersichtlicher Markt

Ideenmanagementplattformen sind exzellente Instrumente, um Ihr Ideenmanagementzu skalieren und Ihre Effizienz zu maximieren. Die Wahl der richtigen Ideenmanagementsoftware kann zur Herausforderung werden, da es viele Optionen gibt – von kleineren Lösungen mit Ideenmanagement-Funktionen bis zu ganzheitlichen Anbietern, die das gesamte Innovationsökosystem abdecken. Und es gibt kostengünstige Open-Source-Software, mit der Unternehmen ihre eigene Ideenmanagementlösung anpassen können.

Wichtig ist, dass Sie eine Lösung finden, die am besten zu Ihren spezifischen Anforderungen und Zielen Ihres Unternehmens passt. Um verschiedene Anbieter und Lösungen kennenzulernen, könnten Sie wie folgt vorgehen: Vernetzen Sie sich mit anderen Ideenmanagern, sammeln Sie Erfahrungsberichte, gehen Sie zu Fachveranstaltungen wie dem IDM-Forum und tauschen Sie sich vor Ort aus mit anderen Ideenmanagern und Anbietern aus. Vor allem, Extratipp, achten Sie darauf, dass potenzielle Anbieter Erfahrung haben mit der Implementierung von Ideenmanagementsoftware (idealerweise mindestens 50 Installationen). HYPE zum Beispiel hat eine Kunden-Community von aktuell über 350 Organisationen weltweit und arbeitet eng mit seiner Kundschaft zusammen.

Hier erfahren Sie, wie Sie in wenigen Schritten die passende Software finden: Leitfaden zur Auswahl von Ideenmanagementsoftware

FAZIT: Nutzen Sie Ihr Kreativpotential & die Power von Ideen!

Ob Sie ganz neu starten, bestehende Prozesse optimieren, Top-Level-Support erreichen oder professionelle Software einführen möchten: Egal, welches Ziel Sie in Ihrer Organisation verfolgen – Ideenmanagement leistet nachweislich einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Ideenmanagement ist ein bewährtes Konzept, mit dem Sie das Kreativpotenzial Ihrer Mitarbeiter nutzen und auf effiziente und motivierende Weise Verbesserungen und Neuerungen erzielen können. Die Vorteile, die Sie daraus ziehen können, sind immens – und vor allem eins: messbar. Kaum ein anderer Geschäftsprozess kann seine Wirksamkeit so gut mit Zahlen belegen.

Ideenmanagement funktioniert – wenn Sie die entscheidenden Erfolgsfaktoren im Blick behalten, wie klare Ziele, flexible Prozesse, eine offene und ideenfördernde Unternehmenskultur. Und es ist eine wirkungsvolle Ergänzung zu Ihren Innovationsansätzen. Mit der Power von Ideen und dem Wissen Ihrer Mitarbeiter fördern Sie Innovation auf allen Ebenen und helfen Ihrem Unternehmen dabei, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Kurz: Ideenmanagement ist heute ein unverzichtbares Instrument, um Ihre Organisation voranzubringen.

Wenn Sie kompetente Unterstützung brauchen, wenden Sie sich einfach an das Expertenteam von HYPE. Wir helfen Ihnen dabei, ein zukunftsweisendes, effektives und skalierbares Ideenmanagement zu entwickeln. Die Zukunft Ihres Unternehmens liegt in Ihren Händen – starten Sie jetzt!

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