Nicht jede Herausforderung braucht die gleiche Art von Kampagne. Ob Effizienz, Innovation oder Kultur: Unterschiedliche Themen verlangen unterschiedliche Formate. Genau darum geht es in diesem zweiten Teil unserer Mini-Serie rund um das Thema Kampagnen im Ideenmanagement.
1. Das Ziel bestimmt das Format – nicht umgekehrt
Der häufigste Fehler: Das Kampagnenformat steht fest, bevor das Ziel klar ist. Doch ein Ziel kann sehr unterschiedlich aussehen:
• Effizienzsteigerung oder Qualitätsverbesserung
• Neue Produkte, Services oder Geschäftsmodelle
• Kulturelle Themen wie Zusammenarbeit oder Mindset
• Konkrete operative Probleme mit klarem Lösungsbedarf
Nicht jede Kampagne dient der Innovation – und nicht jedes Thema braucht maximale Kreativität.
✅ Merke: Je klarer das Ziel, desto leichter fällt die Wahl des passenden Formats.
2. Typische Fehlzuordnungen erkennen – und vermeiden
Viele Kampagnen liefern enttäuschende Ergebnisse, weil Ziel und Format nicht zusammenpassen. Häufige Beispiele:
- Innovationskampagnen für operative Alltagsprobleme
→ viele Ideen, aber kaum umsetzbare Lösungen
- Wettbewerbe dort, wo Zusammenarbeit gefragt ist
→ Silodenken statt gemeinsamer Weiterentwicklung / Co-Creation
- Breites Crowdsourcing, obwohl Expertenwissen nötig wäre
→ hohe Beteiligung, aber wenig Tiefgang
Das Kampagnenformat wirkt immer verstärkend – im besten wie im schlechtesten Fall.
✅ Merke: Das Kampagnenformat entscheidet darüber, ob Engagement in Wirkung mündet oder in Frust.
3. Bewährte Formate gezielt einsetzen
Je nach Zielsetzung haben sich unterschiedliche Formate bewährt:
- KVP- / CIP-Kampagnen
Für kontinuierliche Verbesserung, Effizienz, Qualität & Sicherheit im Alltag
- Open-Innovation-Kampagnen
Für neue Perspektiven, frische, strategische Impulse & externes Know-how
- Crowdsourcing-Kampagnen
Für breite Ideengenerierung und vielfältige Sichtweisen
- Innovationswettbewerbe
Für Fokus, Motivation, Sichtbarkeit und klare Prioritäten
- Hackathons
Für Geschwindigkeit, intensive Zusammenarbeit und erste Prototypen
Kein Format ist per se “besser“ – entscheidend ist der Einsatzzweck.
✅ Merke: Kampagnen sind keine Alleskönner – jedes Format hat einen klaren Einsatzzweck.
4. Erst entscheiden, dann über Tools sprechen
Statt früh über Software oder Methoden zu sprechen, helfen drei einfache Leitfragen:
- Was ist das konkrete Ziel der Kampagne?
- Wer soll teilnehmen – breit oder gezielt?
- Wie schnell werden Ergebnisse benötigt?
Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, kommt meist automatisch zum passenden Kampagnenformat.
✅ Merke: Erfolgreiche Kampagnen beginnen mit Klarheit – nicht mit Technik.
Fazit: Die Wahl des Kampagnenformats ist eine strategische Entscheidung
Erfolgreiche Ideenkampagnen sind kein Zufallsprodukt. Sie entstehen dort, wo Ziel, Zielgruppe und Kampagnenformat zusammenpassen. Wer das richtige Format wählt,
• steigert die Qualität der Ideen,
• erhöht Beteiligung und Akzeptanz
• und erzielt messbar mehr Wirkung.
Fortsetzung folgt: In Blog #3 geht es darum, wie gutes Follow-up bei Kampagnen aussieht – stay tuned !
Extra-Tipp: Wie erfolgreiche Ideenkampagnen wirklich aufgebaut sind, zeigt unser kostenloses E-Book “Kampagnen im Ideenmanagement“!