Viele Ideenkampagnen starten mit Schwung – und enden dennoch enttäuschend. Nicht wegen fehlender Ideen, sondern wegen fehlender Klarheit, Verankerung und Nachbereitung. In einer kurzen Blogserie schauen wir auf typische Stolperfallen – und darauf, wie Kampagnen mehr Wirkung entfalten. Zum Auftakt: vier häufige Fehler im Überblick.
1. Keine klare Kampagnenfrage
Ein gutes Thema ersetzt keine klare Fragestellung.
Viele Kampagnen scheitern daran, dass das Thema:
Teilnehmende wissen dann nicht:
- Welche Art von Ideen sind gefragt?
- Kleine Verbesserungen oder größere Konzepte?
- Kurzfristig umsetzbar oder langfristig gedacht?
Das Ergebnis: Es gibt zwar viele Einreichungen, aber wenig Verwertbares.
✅ Merke: Erfolgreiche Ideenkampagnen starten mit einer präzisen Kampagnenfrage, die Fokus gibt und Orientierung schafft.
2. Fehlender strategischer Kontext
Ein weiterer Klassiker: Die Kampagne läuft – aber niemand weiß so genau, warum. Wenn nicht klar ist,
- welches strategische Ziel unterstützt wird
- warum das Thema gerade jetzt relevant ist
- welchen Beitrag die Ideen leisten sollen
wirkt die Kampagne schnell beliebig.
Mitarbeitende beteiligen sich deutlich stärker, wenn sie verstehen:
- welchen Nutzen ihre Ideen haben
- warum Führungskräfte hinter dem Thema stehen
- wie ihre Beiträge in größere Zusammenhänge einzahlen
✅ Merke: Ideen gewinnen an Wert, wenn ihr strategischer Kontext klar ist.
3. Kein sichtbarer Sponsor
Ohne einen klar benannten Sponsor (meist aus der Führungsebene) fehlt Kampagnen die nötige Verbindlichkeit.
Wenn unklar bleibt,
- wer hinter der Kampagne steht
- wer Entscheidungen trifft
- wer Verantwortung übernimmt
ziehen sich Entscheidungsprozesse in die Länge – oder bleiben ganz aus.
Teilnehmende nehmen das sehr schnell wahr. Fehlt sichtbares Commitment von oben, sinkt das Vertrauen in die Wirksamkeit der Kampagne.
✅ Merke: Ein klar benannter Sponsor sorgt für Priorität, Orientierung und Tempo.
4. Keine Auswertung & kein Follow-up
Der größte Frustfaktor im Ideenmanagement: Ideen werden eingereicht – und verschwinden im Nichts.
Typische Szenarien:
- Ergebnisse werden nach Kampagnenende nicht ausgewertet oder kommuniziert
- Teilnehmende erfahren nicht, was aus ihren Ideen wurde
- Nächste Schritte bleiben unklar
Das zerstört Vertrauen – und wirkt sich direkt auf die Beteiligung an zukünftigen Kampagnen aus.
Erfolgreiche Kampagnen planen von Anfang an:
- klare Kriterien zur Bewertung und Priorisierung
- transparente Rückmeldungen zu Ergebnissen und Entscheidungen
- sichtbare nächste Schritte in Richtung Umsetzung
✅ Merke: Ohne Auswertung und Follow-up bleibt jede Kampagne eine Einbahnstraße. Mit beidem wird sie zu einem lernenden Prozess.
Fazit: Kampagnen brauchen mehr als gute Themen
Ideenkampagnen scheitern selten an mangelnder Kreativität. Sie scheitern an fehlender Klarheit, fehlender Verantwortung und fehlender Auswertung.
Wer Kampagnen strategisch aufsetzt, sauber begleitet und konsequent nachbereitet, macht aus Beteiligung echte Wirkung – und aus Ideen belastbare Ergebnisse.
Fortsetzung folgt: Im nächsten Blog zeigen wir, wie erfolgreiche Ideenkampagnen von Anfang an richtig aufgesetzt werden – stay tuned!
Extra-Tipp: Wie erfolgreiche Ideenkampagnen wirklich aufgebaut sind, zeigt unser kostenloses E-Book “Kampagnen im Ideenmanagement“!